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ASK 14 Semiscalemodell

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Orignal oder Nachbau - das ist hier die Frage!

 

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Bilder von dem Modellnachbau siehe unten

 

Klaus Brunswicker

Bericht über die Entstehung eines Modellnachbaus einer ASK 14 im Maßstab 1:3

Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit dem Modellflug, wobei der Schwerpunkt immer auf dem Segelflug in der Ebene und am Hang lag. Als dann der Eintritt in den Ruhestand immer näher rückte und ich vermeintlich viel Zeit für ein neueres größeres Projekt haben würde, suchte ich nach dem Bau einer fast fünf Meter großen MG 19 nach einem neuen nachzubauenden Vorbild. Nach einigen Kontakten mit Modell-Motorseglerpiloten und der IG Motorsegler und dem Lesen des Buches von Jürgen Gaßebner „Die schönsten Motorsegler“, wurde mir klar, dass es eine ASK 14 sein musste. Als Besitzer einer kleineren K 6, deren ausgewogenen Flugeigenschaften mir gut gefielen, dachte ich mir, dass sich auch eine ASK 14 gut für einen Modellnachbau eignen sollte.

Nach einer Recherche im Netz stieß ich dann auf einen belgischen Modellflieger, der schon einen Modellnachbau im Maßstab 1.3 durchgeführt hatte. Nach mehreren gegenseitigen Besuchen, die auch durch ihre persönlichen Anteile über den Modellflug hinausführten – „Flugsport verbindet“ – zeichnete mir Jean Devlieghere einen sehr genauen und detailreichen Plan auf der Grundlage der Unterlagen der Firma Schleicher. Er stellte mir in vielen Gesprächen, E-Mails und Fotodokumentationen sein umfangreiches Wissen und seine Freude am Detail großzügig zur Verfügung, ebenso wie er mir das dem Original nachempfundene Einziehfahrwerk schweißte.

Für den Nachbau und die entsprechende Lackierung musste dann noch ein existierendes Vorbild gefunden werden. Auf eine Anzeige in der DAEC Verbandszeitschrift „Luftsport“ meldete sich Walter Kolb aus Siegen, mit dem ich mich dann auf seinem Heimatflugplatz Lüdenscheid Hegenau zweimal traf und auch Jean DV dazu einlud. Walters Flugvorführungen waren gelungen und seine Geduld verhalf mir zu vielen schönen Detailfotos seiner „Felice“, die aber inzwischen nicht mehr in seinem Besitz ist.

Das Modell ist dem Original ziemlich genau nachempfunden und komplett aus Holz aufgebaut: Alle Rumpfspanten, Trag- und Leitwerksrippen sind einzeln mit einer Dekupiersäge aus 4 mm Pappelsperrholz ausgesägt. Für die Tragfläche fand ein Wortmann-Profil Verwendung, das wegen eines besseren Überziehverhaltens zum Flächenende leicht geschränkt wurde. Die Holme wurden durch GFK verstärkt und die Tragfläche mit 0,4 mm Birkensperrholz beplankt. Als Flächenverbinder wurde ein 20 mm starker GFK-Rundstab benutzt. Der Rumpf wurde in zwei Hälften auf einer ebenen Platte aufgebaut, halbseitig mit 0,4 mm Birkensperrholz beplankt und nach Fertigstellung miteinander verklebt. Anschließend beschichtete ich den Rumpf mit Glasgewebe, grundierte und verschliff alles sorgfältig für eine Spritzlackierung. Tragflächen und Leitwerke sind mit einer Gewebefolie bebügelt und ebenfalls lackiert.

Das Modell wird durch einen 26 ccm – Benzinmotor mit elektrischem Anlasser angetrieben und genau wie das Original gesteuert. Der Motor lässt sich während des Fluges abstellen und wieder anlassen. Der Nachbau wiegt etwa 13 kg und hat eine Spannweite von 4,8 m. Da es für einen Modellflugpiloten sehr schwierig ist, mit den kleinen Rädern am Flächenende zu starten, erhielt das Modell unter den Tragflächen Stützräder, wie es auch von anderen Motorseglern bekannt ist. Da mir der sich der oben angedeutete Eintritt in den Ruhestand doch unerwartet wenig Zeit ließ, dauerte es bis zum Erstflug einige Jahre. Dieser gestaltete sich ziemlich dramatisch, da ein bislang nicht gefundener Fehler verhinderte, dass der Motor im Leerlauf betrieben werden konnte. Aus Sicherheitsgründen und der noch nicht genau ermittelten Schwerpunktlage habe ich den Motor auch nicht komplett abgestellt. So musste mit ständig wechselndem Leerlauf und Vollgasstellung gelandet werden. Die Landung geriet dann bei hoher Fluggeschwindigkeit auch sehr hart und ein Fahrwerksspant wurde in den Rumpf gedrückt. Alles ist repariert, die Fernsteuerungskomponenten ersetzte ich durch ein störungsfreieres 2,4 Ghz – System und weiteren Testflügen steht nun nichts mehr im Wege.

 

 

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